Suchmaschine – Mathematik

15 Mai

Die Suchmaschine WolframAlpha von Stephen Wolfram, dem Erfinder der Mathematiksoftware Mathematica, geht heute an den Start. Die Suchmaschine, die eigentlich eine Rechenmaschine ist, rechnet aus, was sie gefragt wird. ‚Wo befindet sich die Sonde XY‘, ‚Wie stehen die Chancen mit bestimmten Karten beim Pokern?‘ oder ‚Wie stehen sich zahlenmässig Wirtschaftsmächte gegenüber?‘. Mehr als hundert Angestellte südlich von Chicago, die täglich Zahlenreihen, Rechenausdrücke und andere Mathematikformeln unermüdlich eingeben, legen den Grundstein für die Antwortmaschine. Ihr Gründer, der mit 20 Jahren seinen Doktor in Theoretischer Physik machte, ist beseelt von Zahlen. Die Welt und das Universum, glaubt er, ist auf Zahlen aufgebaut. Durch das Rechnen entsteht Neues. Wolfram ist von der zellulären Automation überzeugt. Das Universum besteht danach aus kleinsten Zellen, die automatisch ihren nächsten Zustand berechnen. Alles, was in der Folge zu sehen sei, würde von vornherein berechnet. Demnach kann ein Nagel ‚berechnen‘, wie weit er ins Holz getrieben würde, wenn er vom Hammer getroffen wird. Die Evolution erklärt er sich mit genau diesen Automaten. Die Natur probiert lediglich mögliche Automatenregeln aus. Für den Ansturm auf die neue Suchmaschine für Mathematik werden 175 Millionen Anfragen
pro Tag erwartet. .

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