Als eine Majestätsbeleidigung kann man die Beleidung an den italienischen Regierungschef Berlusconi interpretieren. Berlusconi strengt einen Prozess gegen die linksliberale Zeitung La Repubblica an, die ihm wiederholt mit Fragen zu seinen ausgelassenen Festen und Feten mit mutmasslichen Prostituierten befeuert. Einmal in diese Mausefalle hineingetappt, kann es für ihn durchaus unangenehm werden, da er möglicherweise vom Richter genau zu diesen Fragen aufgefordert werden könnte, Stellung zu beziehen. Laut Chefredakteur der Zeitung, Ezio Mauro, wäre es das erste Mal in einem demokratischen Land, dass ein Politiker eine Zeitung vor den Kadi zerre, nur weil er Fragen beantworten soll.