Nicht nur dem günstigem Kebab lastet der Ruch von Preisbrecherei an, sondern auch dem Essen in China-Restaurants. Während beim Kebab möglicherweise an der Fleischqualität des Spiesses gedreht wird, wird bei den Chinesen am Umgang mit seinen Köchen gespart. Ihnen wird Deutschland als lukratives Jobland angepriesen, woraufhin nicht verständliche, weil auf deutsch geschriebene, Verträge bereitwillig unterzeichnet werden. In Deutschland angekommen, schuften die Köche zu nicht vereinbarten, niedrigen Löhnen und zu sozial unerträglichen Bedingungen.
Währenddessen freut sich der deutsche Esser über günstige Menüs, ungeachtet dessen, was in der Küche des Etablisments vor sich geht. Die Schmerzgrenze wird wohl erst dann erreicht sein, wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, dass Reste von Gemüse als Pekingsuppe am anderen Tag wieder aufgetischt werden, oder wenn das zurückgelassene Fleisch, ordentlich geputzt, bald einen anderen, hungrigeren, Abnehmer finden wird.
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