Lebensmittel – Imitate

Glücklich, der da weiss, was er isst. Manch ein Lebensmittel schmückt sich gerne mit vollmundigen Versprechungen, die sich bei genauerem Hinsehen als halbseidene Wahrheit herausstellt. Anstelle von Olivenöl wird Sonnenblumenöl genommen, Vollkornmehl mit Weizenmehl gestreckt, Putenfleich durch Hähnchenfleisch ersetzt, echter Schafskäse mit Analogkäse ausgetauscht, anstatt echter Vanille synthetische Vanille verwendet, anstelle von Käse Schmelzkäse oder für Schokolade deren Imitate. Diese Produkte werden vordergründig und auf den ersten Blick als hochwertige Produkte angepriesen. Wenn überhaupt kann der Verbraucher erst im Kleingedruckten nachlesen, dass dies in etwa der Geschmacksrichtung entspricht. In Wirklichkeit wurde ein Imitat benutzt. Ein Steak muss nicht ein Steak sein, obwohl ein solches auf der Verpackung prangt. Erst bei genauerer Analyse stellt sich heraus, dass es sich um in Form gebrachte Fleischreste handelt. Eine Vortäuschung falscher Tatsachen. Ebenso versprochene Garnelen, die aus gepresstem Eiweiss bestehen. Aromen und Geschmacksverstärker sollen den Eindruck abrunden, der Konsument esse Fisch.
Gänzlich kann sich der Verbraucher nicht aus der Verantwortung ziehen. Wer glaubt, einen günstigen Döner für unschlagbare 1,50 Euro – in Berlin – essen zu können, kann nicht davon ausgehen, dass sich in diesem hochwertiges Fleisch mit frischem Salat verbirgt. Qualtität hat nunmal seinen Preis.

1 Kommentar zu „Lebensmittel – Imitate“

  1. [...] nur dem günstigem Kebab lastet der Ruch von Preisbrecherei an, sondern auch dem Essen in China-Restaurants. Während [...]

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