Europa – radioaktiver Fallout aus Japan

21 Mrz

Seit spätestens Tschernobyl ist nachweisbar, dass radioaktive Luftmassen, getrieben durch die Hitze aus geborstener Reaktoren, aus einer Höhe von 10 Kilometer, ihren Weg über den Globus antreten können. Je nach Wetterlage fällt der gefährliche Fallout hier oder dort zurück auf die Erde. Qualität und Quantität des Fallouts entscheiden über Grad der Schwere der Schädigung für Mensch, Tier und Umwelt vor Ort. Meteorologen schließen aus, dass kontaminierte Luftmassen ihren Weg in Richtung Europa über asiatische Landmassen nehmen. Wahrscheinlicher ist aufgrund vorherrschender Winde der Weg von Japan über Alaska, Kanada und Grönland in Richtung Europa. Berechnungen sollen zeigen, dass der mittlerweile verdünnte und vermischte Fallout nur noch wenig oder gar nicht kontaminiert sei, sollte die Wolke Deutschland erreichen. Dabei sind kontaminierte Luftmassen nur ein Faktor, inwieweit sich hierzulande die Katastrophe in Japan niederschlägt. Dazu beitragen ebenso verstrahlte Naturalien wie Gemüse, Obst, Nüsse, Fische oder Tee, wie auch Flugzeuge, die bei heutiger Reisefreudigkeit und -möglichkeit die Katastrophe hinsichtlich ihrer globalen Verbreitung unterstützen. Demnach werden die Menschen in Europa nicht nur psychisch mit ihren Ängsten und Hoffnungen an der Katastrophe in Japan beteiligt sein, sondern unweigerlich auch physisch davon betroffen sein. Die Vorstellung, alles sei ‚weit weg‘, oder sich einen privaten Bunker zuzulegen, um so vor allem Ungemach ‚da draußen‘ geschützt zu sein, wäre irrwitzig. Die Menschen auf diesem Globus sitzen alle auf derselben Scholle, wenn auch auf unterschiedlichen Kontinenten, was ein Entkommen vor radioaktiver Strahlung unmöglich macht. Heute sitzt der eine vielleicht mehr am Rand der Scholle, und ist froh, weitab vom Geschehen zu sein, während der andere eher zum Schicksalsort sitzt, und um sein Leben bangt.
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