Europa – radioaktive Luftmassen

23 Mrz

Eine Simulation zur Verbreitung radioaktiver Luftmassen aus Japan nach Europa hat das französische Institut für Schutz vor Radioaktivität und Nukleare Sicherheit(IRSN) veröffentlicht. Demnach verbreiten sich die radioaktiven Partikel, wie erwartet, aus dem Unglücksreaktor von Fukushima kommend, aufgrund vorherrschender Winde über den Pazifik, Nordamerika, Grönland und Island in Richtung Europa.
Auch das Bundesamt für Strahlenschutz(BfS) hält aufgrund des Störfalls aktuelle Messungen von Gammastrahlung vor. So wurden am Messpunkt Berlin-Tempelhof, seit Anfang des AKW-Unfalls, keine erhöhte Radioaktivität festgestellt. Gemessen wird hierbei die Strahlung aus der Höhe und auf dem Boden, die beide in der Summe einen Schwellenwert von 0,090 Mikrosievert pro Stunde nicht überschreiten sollte. Am 23.03.2011 liegt die kosmische und terrestrische Strahlung insgesamt bei 0,071 Mikrosievert pro Stunde. Die Durchschnittsdosis in Deutschland liegt bei 2,1 Millisievert pro Jahr, mit einer Schwankungsbreite von einem bis zu fünf Millisievert pro Jahr, wobei im Gebirge eine höhere Dosis gemessen wird als auf dem flachem Land.
Das Bundesamt für Strahlenschutz weist nochmals darauf hin, dass die aktuell gemessene radioaktive Strahlung trotz Störfalls in Japan (noch) keinen Anlass zum Einnehmen von Jodtabletten gibt.
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