Krankenversicherung – lifetime maximum ala USA

20 Dez

Die Krankenversicherungen in den USA legen ein lifetime maximum fest, wonach ihnen das Leben jeder ihrer Versicherten 1,5 Millionen Dollar wert ist. Wird der Betrag überschritten, muss der Versicherer nicht weiter für den in der Regel mittlerweile Totkranken aufkommen und kündigt ihm die Versicherung. Bis es soweit kommt, kann der Arbeitnehmer pro Monat einen bezahlten Krankentag in Anspruch nehmen. Sollte er über Jahre diese nicht in Anspruch nehmen, kann er sich dieses Zeitpolster für kommende Krankentage aufsparen. Wird dieses Polster noch während des Jobs aufgebraucht, wird ihm von Seiten des Arbeitgebers gekündigt. Damit erlischt auch die Versicherung, da sie am Job gekoppelt ist. Sollte sich der Arbeitnehmer doch noch so fit fühlen, sich um einen anderen Arbeitsplatz zu bewerben, muss er dies mit dem Makel der preexisting condition, einer bereits erkannten Krankheit, tun und dies auch der neuen Versicherung beichten.
Dass dies durch den jetzigen Präsidenten Barack Obama geändert werden soll, nachdem sein Kollege Bill Clinton hieran schonmal gescheitert war, macht Sinn, denn nach aktueller Lage für krankgewordene Arbeitgeber – wenn sie denn versichert sind – hilft es wenig, versichert zu sein, da bei einer ernsthaften Krankheit beide Konten, Versicherung wie Krankentage, schnell aufgezehrt sind, und der Patient sich danach nur noch im freien Fall befindet – und mit ihm die restliche Familie.

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