Wie dumm muss man sein, wenn jemand seine eigenen Kinder wieder in die Schule schickt, in der man selber missbraucht wurde?
Die Katholische Kirche hat mal wieder zugelangt und veröffentlich, turnusmässig, wie andere Firmen ihren alljährlichen Hauptjahresabschluss, die traurige Gewissheit, dass Schüler einer kirchlichen Einrichtung sexuell missbraucht wurden. Gras über die Sache ist noch nicht gewachsen, denn immer mehr ehemalige Schüler des Canisius-Kollegs in Berlin outen sich und geben zu, den damaligen Patres hörig gewesen zu sein. Dabei sollen ehemalig Geschädigte des Kollegs von einem Mordanschlag auf einen der beiden Peiniger gehört haben, so der Verfasser vom Spreeblick, der selber dort in diese Schule ging.
Nach jetzigem Stand seien 21 Schüler in den 70er und 80er Jahren betroffen, die von beiden mittlerweile erimitierten Patres genötigt wurden. Dass einige Missbrauchten im Nachhinein ihre eigenen Kinderr auf das Jesuitengymnasium schickten, ist in diesem Zusammenhang nicht nur ein Affront gegenüber den eigenen Kindern, sondern auch gegenüber den Missbrauchten, die wohlweislich dieser Schule fortan fernblieben. Juristisch dürften sich hier die ehemals Betroffenen, die ihre Kinder weiter auf diese Schule schickten, der Fahrlässigkeit, wenn nicht gar der Zuhälterei, strafbar machen, sollten aktuell sexuelle Übergriffe auf ihre eigenen Sprösslinge bekannt werden. Nach dem Glaubensbekenntnis Gott vergieb ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun, versuchte man wohl auf beiden Seiten, bei Opfern wie bei deren Vorgesetzten, diese Fehltritte zu vertuschen. Ganz zu schweigen von den beiden Patres, die bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen wurden und weiter ihren Vorlieben nachgehen, – vielleicht in einer kirchlichen Einrichtung.
Katholische Kirche – sexuelle Misshandlungen
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