Unter dem Vorwand, die Hypo Real Estate sei systemrelevant, werden weiterhin Milliarden von Steuergeldern in den Immobilienfinanzierer gestopft. Viele hunderter Gläubiger im In- und Ausland haben ihr Geld zu günstigen Zinsen ohne Prüfung und unbesichert der HRE geliehen. Seit der Lehman-Pleite sprang der Steuerzahler mit milliardenteuren Bürgschaften ein, damit die Gläubiger wieder ausbezahlt werden konnten. Bevor der Zugriff auf die Garantien verwehrt worden wäre, wurde aufgrund drohender Insolvenz die HRE schnell mal verstaatlicht.
Eine Erholung der HRE ist nicht in Sicht, weshalb der Steuerzahler auf unabsehbare Zeit mit weiteren Milliardenbeträgen aushelfen werden muss. In die Hände gespuckt und steigert das Bruttosozialprodukt! Damit sind Gläubiger wie die katholische Kirche, das Land Niedersachsen, bolivianische, amerikanische, japanische Banken, oder auch der Westdeutsche Rundfunk – die GEZ-Gebühren lassen grüssen – erstmal aus dem Gröbsten raus. Zürück bleibt der Steuerzahlen, der wohl den Karren aus dem Dreck ziehen werden muss. Kommt hinzu, dass mit der kommenden Hauptversammlung durch ein squeeze-out auch den restlichen Kleinaktionären die Einlagen genommen werden sollen. Sie werden doppelt zur Kasse gebeten: über den Verlust ihrer Werte und über nahende Steuererhöhungen, die kein Politiker noch vor der Bundestagswahl gerne in sein Wahlprogramm mit aufnehmen will.
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HRE – systemrelevant
Sonntag, 13. September 2009Pfandhaus – hoch im Kurs
Dienstag, 8. September 2009Pfandhäuser stehen in Zeiten wirtschaftlicher Pleiten hoch im Kurs. Oft nur schweren Mutes trennen sich die Verarmten von ihren guten Stücken, um sie als Pfand im Leihaus zu Geld zu machen. Ursprünglich war ein Pfand etwas, was man in die Hand nehmen konnte. In Zeiten von Ackermann gleitet dieses Faustpfand locker in grössere Dimensionen ab. So wird auch schonmal das Auto einer renommierten Marke bei Leihhäusern abgeliefert.
Die Kunden sind immer wieder enttäuscht über den mageren Gegenwert, den sie für das ein oder andere gute Schmuckstück, den Nerz oder auch nur die liebgewonnene Gitarre erhalten. Ausbezahlt wird üblicherweise etwa 25 Prozent des handelsüblichen Wiederverkaufswert. Dafür in bar und ohne lästiges Prozedere, wie der Geldleihe bei Banken. Beim Pfandleiher erstmal eingelöst, laufen für das Pfand Zinsen von monatlich bis zu einem Prozent auf. Schon bei Abgabe des Pfands kommen weitere Gebühren von 2 bis 3 Prozent hinzu. Je länger die Auslösung auf sich warten lässt, umso teurer wird es. Nach 4 Monaten wird zwangsversteigert, sollte das Pfand nicht wieder ausgelöst werden. Der Gewinn geht dabei an die Pfandleihe, da der versteigerte Wert oftmals nicht den Schuldenberg abträgt, den der Verpfänder angehäuft hat. Sollte doch, dann erhält er den Überschuss ausbezahlt. Sollte sich jedoch der Verzweifelte aufgrund wirtschaflicher Notlage aufgehängt habe, kassiert der Staat.