Babyklappen – Ethikrat empfiehlt Abbau

27 Nov

In Deutschland gibt es knapp 80 Babyklappen. Laut Deutschem Ethikrat wurden sie seit ihrem 10-jährigem Bestehen in 500 Fällen nachgefragt. Rund 130 Krankenhäuser unterstützen zudem verzweifelte Mütter und bieten anonyme Geburten an. Die Neugeborenen oder ausgesetzten Kinder werden im Nachinein zur Adoption freigegeben.
Der Deutsche Ethikrat denkt, dass das Abgabeangebot ethisch wie rechtlich bedenklich sei. Die Abgabe der Babys in Babyklappen mindere nicht die Anzahl der insgesamt getöteten Kinder signifikant, zumal die eigentlich betroffenen, in Not geratenen, ratlosen Mütter mit den angebotenen Wärmebetten für Neugeborene erst gar nicht erreicht werden. Die anonyme Abgabe entpreche auch nicht den aktuellen Rechten dieser Kinder, die ein Anrecht auf das Wissen über ihre Herkunft und Abstammmung haben.

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Kirche – und die Angst vor der Schweinepest

15 Nov

Die Angst vor der Schweinepest hat nun auch die Kirche erreicht. Um möglichst kontaktlos den kirchlichen Betrieb zu durcheilen, wird von bischhöflicher Seite geraten, das Weihwasser zu meiden oder beim Abendmahl auf die Variante Intinctio zurück zu greifen, wo das gemeinschaftliche Trinken aus dem Kelch dem ordinären Eintauchen der Oblate in den Kelch weichen muss.
Ebenso sei die Mundkommunion der Handkommunion vorzuziehen. Die orale Empfängnis der Abendmahloblate stelle eine weniger infektiöse Darreichungsform dar, als das Auflegen der Eucharistie in die hohle Hand. Die Kirche erklärt unison, katholische wie evangelische, dass diese Vorkehrungen der Annäherung ans Göttliche selbstverständlich keinen Abbruch tut.
Die Kirche geht noch einen Schritt weiter, und erlaubt den Gläubigen, dem Gottesdienst mit bischhöflichen Segen fernzubleiben, sollte sich der Verdacht erhärten, dass die Pest Besitz von ihnen genommen haben sollte.

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Elektrosmog – Sendemast umwickelt

9 Sep

Ein Wohnwagenbesitzer aus Freiburg wurde zu einer Geldstrafe von 100 Euro verklagt, weil er einen Sendemast eines Mobilfunksenders mit einer Aluwärmedecke umwickelte. Der Beklagte wähnte sich in Angst vor den vom Sendemast ausgehenden Strahlungen und glaubte, mit der Decke die Gefahr einer Bestrahlung durch Elektrosmog zu bannen. Noch bevor er vom Sendemast erfuhr, der in Richtung seiner Liegenschaft ausgerichtet war, soll er einen ‚lebensbedrohenden Beinahezusammenbruch‘ erlitten haben. Sein Anwalt wies daraufhin, dass Bürger einen Anspruch auf stahlungsfreie Räume haben sollten, indem, wie in Schweden, Schutzräume für elektrosensible Menschen zur Verfügung gestellt werden sollten. Der Richter sah in dem vermeintlichen Elektrosmog-Geschädigten keinen Simulanten, betonte aber, dass der korrekte Klageweg eine zivilrechtliche Klage gegen den Sendemastbetreiber gewesen wäre.

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Rheuma – Meeresfisch

4 Sep

Rheuma kann gelindert werden durch den Verzehr von Meeresfisch. Laut der Gesellschaft für Rheumatologie eignet sich besonders fetter Meeresfisch wie Hering oder Makrele. Möglichst zweimal in der Woche verzehrt, soll es Rheumakrankheit und seine damit verbundenen Schmerzen aufgrund derer entzündungshemmenden Fettsäuren mildern können.

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Mitose – Kernteilung

29 Aug

Mitose ist die Kernteilung von menschlichen Zellen. Ausser beim Auge und dem Herzen finden während des Lebens laufend die Teilung von Zellen statt. Die Mitose kann nicht zum Beispiel durch Salben beschleunigt werden. Eine besondere Form der Mitose ist die Meiose. Die Meiose ist eine Reduktionsteilung. Sie gewährt bei Teilung des Zellkerns, dass die gleiche Anzahl der Chromosomen mütterlicherseits wie väterlicherseits wieder in der neuen Zelle des werdenden Kindes eingebaut werden.

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Leichen – und ihr Gewebe

24 Aug

Es wird gemutmasst, dass es ähnlich einer frenchconnection eine germanconnection fuer Gewebeteile zwischen einer deutschen Firma und russischen Medizinern in der Ukraine gibt. Gewebeteile von Knochen, Knorpel, Sehnen, Haut oder Herzen sollen vom Osten, über Deutschland, in die USA verschoben werden. Die russische Staatsanwalt greift nicht ein, weil das medizinische Material lediglich aufbereitet, nicht aber sogleich, implantiert wird. Die deutsche Justiz muss erst noch wachgerüttelt werden, während sich in den Vereinigten Staaten die Rechtsanwälte schon seit längerem gerne lukrative juristische Schlachten zu diesem Thema liefern.
In Deutschland hält man sich zu diesem Thema noch auffällig bedeckt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, da doch jeder Patient noch zu Lebzeiten über die weitere Verwertung seiner Organe oder seines Gewebes bestimmen kann, was damit passieren darf oder soll. Und wenn der Tote dies nicht mehr rechtzeitig bestimmen konnnte, darf dies laut Gesetz ein naher Verwandter für ihn erledigen. Doch wer garantiert eigentlich dem Angehörigen hierzulande, dass, nach Anfrage durch Mediziner, die Leiche auch im kompletten, natürlichen Zustand die letzte Ruhestätte findet? Es wird doch, wie in Russland auch, kein Angehöriger kontrollieren können, wenn anstelle der Knochen Holzpfähle den Leichnam bis zur Beerdigung, und darüber hinaus, fortan ausschmücken. Erst recht nicht kann er dies bei einer gewünschten Feuerbestattung, wo gerade wegen des Holzes die Leiche besonders gut zündeln wird. Und der Asche des Verstorbenen lässt sich kaum ansehen, ob nun Knochen oder Holz verbrannt wurde, es sei denn, es liesse sich ein rostiger Nagel in der Urne wiederfinden.

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China Restaurants – und seine Köche

17 Aug

Nicht nur dem günstigem Kebab lastet der Ruch von Preisbrecherei an, sondern auch dem Essen in China-Restaurants. Während beim Kebab möglicherweise an der Fleischqualität des Spiesses gedreht wird, wird bei den Chinesen am Umgang mit seinen Köchen gespart. Ihnen wird Deutschland als lukratives Jobland angepriesen, woraufhin nicht verständliche, weil auf deutsch geschriebene, Verträge bereitwillig unterzeichnet werden. In Deutschland angekommen, schuften die Köche zu nicht vereinbarten, niedrigen Löhnen und zu sozial unerträglichen Bedingungen.
Währenddessen freut sich der deutsche Esser über günstige Menüs, ungeachtet dessen, was in der Küche des Etablisments vor sich geht. Die Schmerzgrenze wird wohl erst dann erreicht sein, wenn sich die Gerüchte bewahrheiten, dass Reste von Gemüse als Pekingsuppe am anderen Tag wieder aufgetischt werden, oder wenn das zurückgelassene Fleisch, ordentlich geputzt, bald einen anderen, hungrigeren, Abnehmer finden wird.

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Lebensmittel – Imitate

10 Jul

Glücklich, der da weiss, was er isst. Manch ein Lebensmittel schmückt sich gerne mit vollmundigen Versprechungen, die sich bei genauerem Hinsehen als halbseidene Wahrheit herausstellt. Anstelle von Olivenöl wird Sonnenblumenöl genommen, Vollkornmehl mit Weizenmehl gestreckt, Putenfleich durch Hähnchenfleisch ersetzt, echter Schafskäse mit Analogkäse ausgetauscht, anstatt echter Vanille synthetische Vanille verwendet, anstelle von Käse Schmelzkäse oder für Schokolade deren Imitate. Diese Produkte werden vordergründig und auf den ersten Blick als hochwertige Produkte angepriesen. Wenn überhaupt kann der Verbraucher erst im Kleingedruckten nachlesen, dass dies in etwa der Geschmacksrichtung entspricht. In Wirklichkeit wurde ein Imitat benutzt. Ein Steak muss nicht ein Steak sein, obwohl ein solches auf der Verpackung prangt. Erst bei genauerer Analyse stellt sich heraus, dass es sich um in Form gebrachte Fleischreste handelt. Eine Vortäuschung falscher Tatsachen. Ebenso versprochene Garnelen, die aus gepresstem Eiweiss bestehen. Aromen und Geschmacksverstärker sollen den Eindruck abrunden, der Konsument esse Fisch.
Gänzlich kann sich der Verbraucher nicht aus der Verantwortung ziehen. Wer glaubt, einen günstigen Döner für unschlagbare 1,50 Euro – in Berlin – essen zu können, kann nicht davon ausgehen, dass sich in diesem hochwertiges Fleisch mit frischem Salat verbirgt. Qualtität hat nunmal seinen Preis.

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Hans-Hermann Dubben – Früherkennung schadet mehr, als sie nützt

26 Mrz

Der Mediziner Hans-Hermann Dubben, Jahrgang 1955, behauptet, dass die Früherkennung von Prostatakrebs, oder auch Brutkrebs, unter statistischen Gesichtspunkten den Patienten mehr schadet als hilfreich sei. Nach Auswertung von 200.000 Probanden in der Fachzeitschrift Lancet erfolgt demnach eine Überdiagnose an erkrankten Patienten.
Im Interview sagt er (in Auszügen):

  • Mit Prostatakrebs können die meisten Männer Jahrzehnte leben, sie könnten damit 120 Jahre alt werden, ohne den Krebs jemals behandelt zu haben.
  • auf einen Geretteten 40 Fälle, die völlig sinnlos oder unnötig behandelt wurden
  • Wenn ich mich jetzt auf Prostatakrebs untersuchen lassen würde, fände man bei mir mit mehr als 50 Prozent Wahrscheinlichkeit einen Tumor.
  • 30 bis 80 Prozent der Männer sind nach der Operation impotent oder inkontinent
  • Jemand der an Prostatakrebs stirbt, ist im Durchschnitt über 80 Jahre alt
  • Bei 75 Geheilten kommen wir auf 750 Lebensjahre, die einem die Früherkennung schenkt. Hochgerechnet auf die Screening-Teilnehmer kommen wir auf 66 Stunden
  • Nur drei Prozent der Männer sterben an Prostatakrebs
  • Zum Beispiel bei jenen Tumoren, die innerhalb von 50 Jahren von Erbsgröße auf doppelte Erbsgröße anwachsen. Die machen nie ein Problem […] Das führt dazu, dass auf eine gerettete Frau statistisch zehn weitere kommen, die überbehandelt werden.
  • Aber auch bei mir wird sich mit 50-prozentiger Wahrscheinlichkeit Prostatakrebs finden. Mit drei Prozent Wahrscheinlichkeit werde ich daran sterben, wenn ich älter bin als 80.
  • 30 Prozent der krebskranken Männer sterben, etwa vier Prozent an Lungenkrebs und drei Prozent am Prostatakrebs.[…]Bleiben aber noch 23 Prozent für alle anderen Krebse.

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