Archiv für die Kategorie „Allgemein“

Der Hüdel (Friesland)

Mittwoch, 20. September 2006

Hüdel Friesland

Der Hüdel (Mehlpütt oder Puffert oder Klütje) muss heiß serviert werden. Er ist ein Hefekloß, vergleichbar mit Dampfnudeln, zu dem es Vanillesoße gibt.
Rezept für 4 Personen

Einkaufsliste:
250 g Mehl
20 g Hefe
125 ml Milch
1 Ei
50 g weiche Butter
1 TL Zucker
1 Zwiebel, fein geschnitten
80 g Speck, gewürfelt
1 l Gemüsebrühe
6 getrocknete Birnscheiben
300 g grüne Bohnen
1 Schalotte, fein gewürfelt
150 ml Gemüsebrühe
150 ml Milch
1 TL Speisestärke
1 EL Bohnenkraut, fein gehackt
Salz, Muskat, Butter
Zubereitung:

Aus Mehl, Hefe, Milch, Ei, Butter, Zucker und einer Prise Salz einen Hefeteig herstellen. Diesen ca. 30 Minuten gehen lassen, nochmals durchkneten und in ca. 50 g schwere Kugeln formen. In einem breiten, flachen Topf Zwiebel mit Speck anschwitzen, mit Gemüsebrühe aufgießen, Birnenscheiben zugeben, ein grobmaschiges Tuch über den Topf spannen, die Hefekugeln drauf legen und zugedeckt ca. 20 Minuten bei geringer Hitze garen. Die Bohnen putzen und in drei Zentimeter große Stücke schneiden. Schalotte in einem Topf mit Butter andünsten, Brühe und Milch (1 EL) zurückbehalten und die Stärke damit anrühren) dazugeben und zum Kochen bringen. Darin die Bohnen in ca. 10 Minuten weich kochen. Bohnen mit der Milch-Stärke binden und das Bohnenkraut unterrühren. Kurz durchkochen und eventuell noch mit Muskat würzen. Birne und Hüdel mit Bohnengemüse anrichten und servieren.

Pro Portion: 501 kcal / 2096 kJ
58 g Kohlenhydrate, 18 g Eiweiß, 22 g Fett

Ehrensenf – vom 23.08.06

Donnerstag, 24. August 2006

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Spiegel: Ehrensenf

Vögel fallen im Schlaf nicht von den Bäumen

Samstag, 29. Juli 2006

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Das Federvieh tickt anders als der Mensch. Während wir uns anstrengen, die Hand zur Faust zu krümmen, schafft dies der Vogel von ganz allein. Umgekehrt muss er Muskelkraft aufwenden, um seine Krallen zu strecken. Grund ist ein Automatismus: Beim Vogel ist die Kralle stets gekrümmt.

So auch nachts. Wenn sich der Mensch zum Schlafen bettet, entspannt sich seine Hand – die Finger sind gestreckt. Wenn es ihm der Vogel gleichtut und sich ebenfalls entspannt, bleiben die Krallen gebeugt. Das Beugen funktioniert passiv und wird nicht willkürlich gelenkt. Genauso funktioniert auch die Atmung während des Schlafens.

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Spiegel: Warum Vögel im Schlaf nicht umkippen

Ehrensenf – vom 26.07.06

Donnerstag, 27. Juli 2006

Henry Maske · Foto- Fernglas · Zeitraffer-Aufnahmen · Roboter- Klon 1 · Roboter- Klon 2 · Augenkontakte · Gesundheitstipp · Elefanten- Irrtum · Badeanzug-Kleider · essen & heulen · Spiele: RescUFO · MonBuster · Nachtrag: Sketch- it 1 · Sketch- it 2 · Sketch- it 3

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Spiegel: Ehrensenf

Ehrensenf – vom 25.07.06

Mittwoch, 26. Juli 2006

Saddam Hussein · Sketch-it · Steven Seagal · Quengel-Formel · The Toymaker · Karate- Affe · Spiel 1: I’m with stupid · Spiel 2: Pac


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Spiegel: Ehrensenf

Ehrensenf – vom 30.05.06

Samstag, 3. Juni 2006

Roboter- Patient · 50 Worst Songs · Ferngesteuerter Golf- Caddy · Fiffi · Schwuler Schal · Vollblut- Schiedsrichter · Riesenpfeife · keep them uppy

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Spiegel: Ehrensenf

Ehrensenf – vom 29.05.06

Dienstag, 30. Mai 2006

Papier-Kamera · Schattenspiele · Olivenbaum adoptieren · Ebay Laptop · Philosophen fragen · iMeep · Android 207 · Spiel 1: Warp Forest · Spiel 2: Farm Hustle

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Spiegel: Ehrensenf

bet and win

Donnerstag, 11. Mai 2006

Mit hundertprozentiger Sicherheit gewinnt bei einer Sportwette nur der Wettanbieter. Eine Berliner Mathematikerin hat nun eine Option entdeckt, die immerhin todsichere Gewinne verspricht, solange nur wenige davon wissen.

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Ein Zahlenbeispiel: Angenommen, beim deutschen Wettbüro stehen die Quoten 4 zu 1,1 für den Australier und in Australien 3,5 zu 1,25 für den Deutschen. Man setzt dann einen Euro in Deutschland auf den Australier und in Australien einen auf den Deutschen. Das kostet genau zwei Euro. Gewonnen werden entweder 3,5 oder 4 Euro – macht eine Rendite von 175 beziehungsweise 200 Prozent. Börsianer, die so etwas versprechen, gelten als windig. Der Wetttrick funktioniert natürlich nur, erklärt Wittmüß, weil parallel in zwei voneinander isolierten Gemeinschaften gespielt wird.

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Das Prinzip des sicheren Gewinns lässt sich auch auf Fußballwetten übertragen – allerdings mit der Besonderheit, dass Kicker mitunter auch dazu neigen, sich nicht entscheiden zu können und mit einem Remis auseinandergehen. Das ist mathematisch gesehen eher unschön. “Ich könnte zum Beispiel beim Spiel Deutschland gegen Polen gleichzeitig in einem deutschen Sportverein und in einem polnischen wetten”, sagt Wittmüß. Die jeweiligen Präferenzen sollten für unterschiedliche Wettquoten sorgen, die der wissende Wettlaie dann eiskalt ausnutzt. In der Tat wären interne Wetten von Vereinen besonders gut für die todsichere Sportwette geeignet, weil sie eher nicht so eng an die Internetquoten gekoppelt sind.

[...]

Ein Beispiel: Bei einem Wettbüro beträgt die Quote 4,0 zu 1,2 dafür, dass Mannschaft A die Mannschaft B besiegt. Bei einem anderen Anbieter, oder im eigenen Sportverein, sind die Leute weniger optimistisch – die Quote ist etwas kleiner, zum Beispiel 2,5 zu 1,5. In beiden Fällen wetten Mehrheiten auf einen Sieg von A – allerdings mit unterschiedlichen Quoten. Das reicht erstaunlicherweise für eine sichere Wette: Man setzt einfach beim ersten Anbieter 1,5 Euro auf Mannschaft B und beim zweiten 4,0 Euro auf Mannschaft A. Was auch passiert, die Auszahlung wird genau 1,5 * 4,0 = 6,0 Euro betragen, der Einsatz liegt bei 4,0 + 1,5 = 5,5 Euro. Macht immerhin 50 Cent Gewinn – mit Sicherheit.

Wer es lieber als Formel mag: Der Gewinn in Höhe von a * b muss größer sein als der Einsatz von a + b. Das kann natürlich nur in zwei verschiedenen, voneinander isolierten Wettsystemen auftreten, weil sonst der Wettanbieter Verluste machen würde. Wer solche isolierten Systeme findet, sollte also besser nicht viel Aufhebens darum machen, etwas Geld setzen und still und heimlich auf den sicheren Gewinn warten.

Links:
Spiegel: Die todsichere Fußballwette

John Maynard – Theodor Fontane

Montag, 8. Mai 2006

john maynard

John Maynard!
“Wer ist John Maynard?”
“John Maynard war unser Steuermann,
Aus hielt er, bis er das Ufer gewann,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron’,
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.”

Die “Schwalbe” fliegt über den Erie-See,
Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee;
Von Detroit fliegt sie nach Buffalo -
Die Herzen aber sind frei und froh,
Und die Passagiere mit Kindern und Fraun
Im Dämmerlicht schon das Ufer schaun,
Und plaudernd an John Maynard heran
Tritt alles: “Wie weit noch, Steuermann?”
Der schaut nach vorn und schaut in die Rund:
“Noch dreißig Minuten … Halbe Stund.”

Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei -
Da klingt’s aus dem Schiffsraum her wie Schrei,
“Feuer!” war es, was da klang,
Ein Qualm aus Kajüt und Luke drang,
Ein Qualm, dann Flammen lichterloh,
Und noch zwanzig Minuten bis Buffalo.

Und die Passagiere, bunt gemengt,
Am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt,
Am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht,
Am Steuer aber lagert sich´s dicht,
Und ein Jammern wird laut: “Wo sind wir? wo?”
Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. –

Der Zugwind wächst, doch die Qualmwolke steht,
Der Kapitän nach dem Steuer späht,
Er sieht nicht mehr seinen Steuermann,
Aber durchs Sprachrohr fragt er an:
“Noch da, John Maynard?”
“Ja,Herr. Ich bin.”

“Auf den Strand! In die Brandung!”
“Ich halte drauf hin.”
Und das Schiffsvolk jubelt: “Halt aus! Hallo!”
Und noch zehn Minuten bis Buffalo. – -

“Noch da, John Maynard?” Und Antwort schallt’s
Mit ersterbender Stimme: “Ja, Herr, ich halt’s!”
Und in die Brandung, was Klippe, was Stein,
Jagt er die “Schwalbe” mitten hinein.
Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so.
Rettung: der Strand von Buffalo!

Das Schiff geborsten. Das Feuer verschwelt.
Gerettet alle. Nur einer fehlt!

Alle Glocken gehn; ihre Töne schwell’n
Himmelan aus Kirchen und Kapell’n,
Ein Klingen und Läuten, sonst schweigt die Stadt,
Ein Dienst nur, den sie heute hat:
Zehntausend folgen oder mehr,
Und kein Aug’ im Zuge, das tränenleer.

Sie lassen den Sarg in Blumen hinab,
Mit Blumen schließen sie das Grab,
Und mit goldner Schrift in den Marmorstein
Schreibt die Stadt ihren Dankspruch ein:
“Hier ruht John Maynard! In Qualm und Brand
Hielt er das Steuer fest in der Hand,
Er hat uns gerettet, er trägt die Kron,
Er starb für uns, unsre Liebe sein Lohn.
John Maynard.”

Links:

Lyrikwelt: Theodor Fontane

Der Deutschland-Clan – Jürgen Roth

Montag, 8. Mai 2006

kaufen

Würde Silvio Berlusconi Nachhilfe in Sachen mafiöser Strukturen brauchen, müsste er nach Deutschland kommen. Da werden Flugreisen von Politikern wie Johannes Rau oder Wolfgang Clement von der WestLB bezahlt, während man Zeugen der Flüge mundtot machen will; ist das Scheffeln von Millionen durch Förderung der Korruption in Konzernen wie Dresdner Bank oder DaimlerChrysler mittlerweile an der Tagesordnung; werden Anleger eines Versicherungskonzerns um Millionen betrogen, und nicht nur ein ehemaliger Verteidigungsminister ist involviert, sondern auch die Justiz schaut nur zu. Bestsellerautor Jürgen Roth zeigt in seinem neuen Buch, wie ein engmaschiges Netzwerk aus hochrangigen Politikern, führenden Konzernchefs und toleranten Justizbehörden die Deutschland AG mit Methoden beherrscht, die eines Rechtsstaats unwürdig sind. Wer wen erpreßt, wer die Drahtzieher anrüchiger Deals sind und warum die Justiz nicht ermittelt – dieses Buch enthüllt anhand bisher unbekannter Dokumente Gaunerkartelle, Korruptionsaffären und Verstrickungen von Ministern, Top-Managern und Staatsanwälten.Jürgen Roth enthüllt das Dichte und für die Beteiligten äusserst profitable Geflecht von Abhängigkeiten zwischen hochrangigen Politikern, führenden Managern und Justizbeamten.

Links:

Zum Autor: Jürgen Roth