Der Abmahn-Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth starb mit 61 Jahren Ende Februar in München. Auch bekannt als der Abmahn-Ganove, legte er sich mit unzähligen Internetusern an. Er mahnte Raubkopierer ab oder verschickte lästige Massenabmahnungen. 2006 sagte er der linken Zeitung taz den Kampf an, die er wegen einer unerwünschten E-Mail zu 600 Euro verklagte. Die Zeitung bezahlte, er aber behauptete, das Geld nicht bekommen zu haben, und wollte mehr. Von Gravenreuth wollte die Webseite aufgrund Zahlungsunwillligkeit pfänden lassen und meistbietend versteigern. Der arme Kerl beging noch vor Antritt seiner Haftstrafe Selbstmord.
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Abmahn-Anwalt – Selbstmord
Montag, 1. März 2010Kirche – und die Angst vor der Schweinepest
Sonntag, 15. November 2009Die Angst vor der Schweinepest hat nun auch die Kirche erreicht. Um möglichst kontaktlos den kirchlichen Betrieb zu durcheilen, wird von bischhöflicher Seite geraten, das Weihwasser zu meiden oder beim Abendmahl auf die Variante Intinctio zurück zu greifen, wo das gemeinschaftliche Trinken aus dem Kelch dem ordinären Eintauchen der Oblate in den Kelch weichen muss.
Ebenso sei die Mundkommunion der Handkommunion vorzuziehen. Die orale Empfängnis der Abendmahloblate stelle eine weniger infektiöse Darreichungsform dar, als das Auflegen der Eucharistie in die hohle Hand. Die Kirche erklärt unison, katholische wie evangelische, dass diese Vorkehrungen der Annäherung ans Göttliche selbstverständlich keinen Abbruch tut.
Die Kirche geht noch einen Schritt weiter, und erlaubt den Gläubigen, dem Gottesdienst mit bischhöflichen Segen fernzubleiben, sollte sich der Verdacht erhärten, dass die Pest Besitz von ihnen genommen haben sollte.
Flugzeugentführung – Blechbüchsen
Freitag, 11. September 2009Eine Flugzeugentführung in Mexico endete mit der Sprengung von erdgefüllten Blechbüchsen. Nachdem der Flugzeugentführer festgenommen werden konnte, ging es an die Sprengung der Attrape, die Josmar, ein 44-jähriger Bolivianer, als seine Bombe titulierte, und das Flugzeug mit 104 Passagieren in die Luft sprengen sollte. Der Kidnapper folgte seiner Meinung nach einer göttlichen Eingebung, ernannte als seine Komplizen den Vater, den Sohn und den heiligen Geist, und wollte wegen des mysthischen Datums 9.9.2009, anders gelesen und verstanden als 666, auf ein drohendes Erdbeben hinweisen. Dafür wollte er mit dem mexikanischen Präsidenten, Felipe Calderon, sprechen. Der Pilot der Maschine lehnte den Deal allerdings ab, und Josmar, mit richtigen Namen Marc Flores Pereira, und seine Büchsen, konnten ohne grossen Aufwand von erdgebundenen Polizisten in Empfang genommen werden.
Grüsse – auch nach dem Tod
Montag, 7. September 2009Die englische Firma Last Messages Club versendet nach dem Tod für die Verstorbenen Grüsse als E-Mail an ausgesuchte Lebende. Zu ihren Lebzeiten hinterlegen die zukünftig Verstorbenen für 10 Pfund textuelle, filmische oder vertonte Messages. Die Todesgrüsse gehen an ausgewählte Adressenten, die monatlich, oder nur einmal jährlich, an den Verstorbenen erinnert werden sollen. Bis zu 100 Botschaften können hinterlegt werden. Genug, um so manch einem Empfänger auf lange Zeit auf den Geist zu gehen. Das Totenspam startet, sobald der Tod des Einstellers von drei unabhängig Eingeweihten bestätigt wird. Sollten die nachhaltigen Nachrichten nicht in Spamfiltern landen, werden womöglich geschiedene Ehefrauen, strenge Finanzämter oder auch der ungeliebte Chef weiterhin von ihrem ehemaligen Erdling mit Nachrichten versorgt bleiben.
Meditation -Oszillation
Montag, 7. September 2009Prof. Dr. Wolf Singer, Direktor am Max-Planck-Institut in Frankfurt am Main, meint, Meditation verursacht Gamma-Oszillation.
Bioprodukte – überstehen Wirtschaftskrise
Sonntag, 6. September 2009Bioprodukte sind nicht Opfer der augenblicklichen Rezession geworden. Laut einer Studie von Trendbüro für den Otto-Konzern kaufen mehr als dreiviertel von 1000 befragten Deutschen weiterhin Ökoprodukte. Im Vergleich zum Jahr 2007 hält dieser Trend weiterhin an. Der ethische Konsum wird gestützt durch ältere Käufergruppen zwischen 48 und 67 Jahren, weniger durch eine junge Käuferschicht zwischen 16 und 27 Jahren. Die älteren, gebildeteren Konsumenten legen dabei Wert auf biologischen Anbau, klimaschonende Herstellung oder fairem Handel von Produkten.
Die Wirtschaftskrise hat dem ethischen Konsum nicht geschadet. Im Gegenteil, es hat ihn angeheitzt. Bewusster Einkauf mit Blick auf schonende Ressourcen steht für Glaubwürdigkeit und Beständigkeit. Tugenden, die die Krise unterläuft. Mit weiterem Anstieg des Biobooms ist zu rechnen, da viele Firmen diesen Trend noch nicht in ihrer Firmenphilosophie verankert haben. Zumindest bei den Discountern ist er mit Erfolg schon angekommen.
Suchmaschine – Mathematik
Freitag, 15. Mai 2009Die Suchmaschine WolframAlpha von Stephen Wolfram, dem Erfinder der Mathematiksoftware Mathematica, geht heute an den Start. Die Suchmaschine, die eigentlich eine Rechenmaschine ist, rechnet aus, was sie gefragt wird. ‘Wo befindet sich die Sonde XY’, ‘Wie stehen die Chancen mit bestimmten Karten beim Pokern?’ oder ‘Wie stehen sich zahlenmässig Wirtschaftsmächte gegenüber?’. Mehr als hundert Angestellte südlich von Chicago, die täglich Zahlenreihen, Rechenausdrücke und andere Mathematikformeln unermüdlich eingeben, legen den Grundstein für die Antwortmaschine. Ihr Gründer, der mit 20 Jahren seinen Doktor in Theoretischer Physik machte, ist beseelt von Zahlen. Die Welt und das Universum, glaubt er, ist auf Zahlen aufgebaut. Durch das Rechnen entsteht Neues. Wolfram ist von der zellulären Automation überzeugt. Das Universum besteht danach aus kleinsten Zellen, die automatisch ihren nächsten Zustand berechnen. Alles, was in der Folge zu sehen sei, würde von vornherein berechnet. Demnach kann ein Nagel ‘berechnen’, wie weit er ins Holz getrieben würde, wenn er vom Hammer getroffen wird. Die Evolution erklärt er sich mit genau diesen Automaten. Die Natur probiert lediglich mögliche Automatenregeln aus. Für den Ansturm auf die neue Suchmaschine für Mathematik werden 175 Millionen Anfragen
pro Tag erwartet.
Twitter-Zwitschern
Mittwoch, 6. Mai 2009In Deutschland sollen es einige zehntausend sein, in den USA und Asien schon einige Millionen, allen voran die Japaner, die den Webdienst Twitter zum Zwitschern nutzen. Dabei birgt der Dienst einige Gefahren. Über die Plattform können bei 140 Zeichen pro Meldung nicht nur rasend schnell, gefakte Meldung in kürzester Zeit eine Unmenge an Lesern erreichen, sondern zudem mit falschen Profilen andere in Miskredit gebracht werden. So wurde für Harald Schmidt getwittert, was nicht in seinem Sinne war, oder für den Suhrkamp Verlag. Auch TITANIC liess nichts anbrennen und stellte via Twitter für den Hessischen Politiker Schäfer-Gümbel Meldungen bei Twitter ein. Die Situation und damit das Ausmass wird einem erst wirklich ernsthaft bewusst, wenn der eigene Nachbar oder auch Arbeitskollege für einen selbst Beiträge ins Internet stellt, die, nach jetziger Lage, oftmals erst spät erkannt und wieder gelöscht werden. Bis dahin hat so manch einer etwas über einen gelesen, was einem nicht in den Kram passt.
Shih-Tzu – singender Hund
Sonntag, 7. Dezember 2008Im 7. Jahrhundert wurde ein Shih-Tzu noch für die Bewachung von Tempelanlagen im Tibet eingesetzt. Heute sitzt es gemütlich zuhause bei Frauchen und Herrchen, und trillert so manch ein Lied vor sich hin:
Ebay – Ei-Pott
Dienstag, 22. Januar 2008Lustiges Angebot bei Ebay, ein Ei-Pott.