Archiv für 2009

Krankenversicherung – lifetime maximum ala USA

Sonntag, 20. Dezember 2009

Die Krankenversicherungen in den USA legen ein lifetime maximum fest, wonach ihnen das Leben jeder ihrer Versicherten 1,5 Millionen Dollar wert ist. Wird der Betrag überschritten, muss der Versicherer nicht weiter für den in der Regel mittlerweile Totkranken aufkommen und kündigt ihm die Versicherung. Bis es soweit kommt, kann der Arbeitnehmer pro Monat einen bezahlten Krankentag in Anspruch nehmen. Sollte er über Jahre diese nicht in Anspruch nehmen, kann er sich dieses Zeitpolster für kommende Krankentage aufsparen. Wird dieses Polster noch während des Jobs aufgebraucht, wird ihm von Seiten des Arbeitgebers gekündigt. Damit erlischt auch die Versicherung, da sie am Job gekoppelt ist. Sollte sich der Arbeitnehmer doch noch so fit fühlen, sich um einen anderen Arbeitsplatz zu bewerben, muss er dies mit dem Makel der preexisting condition, einer bereits erkannten Krankheit, tun und dies auch der neuen Versicherung beichten.
Dass dies durch den jetzigen Präsidenten Barack Obama geändert werden soll, nachdem sein Kollege Bill Clinton hieran schonmal gescheitert war, macht Sinn, denn nach aktueller Lage für krankgewordene Arbeitgeber – wenn sie denn versichert sind – hilft es wenig, versichert zu sein, da bei einer ernsthaften Krankheit beide Konten, Versicherung wie Krankentage, schnell aufgezehrt sind, und der Patient sich danach nur noch im freien Fall befindet – und mit ihm die restliche Familie.

Loriot – Schmeckt’s

Samstag, 19. Dezember 2009


Loriot – "Schmeckt"s?" – MyVideo

Google – Seitenaufbau und Ladezeiten

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Geringe Ladezeiten einer Webseite wird von Google in Zukunft mit einem besseren Ranking bewertet. Schon jetzt werden die Ladezeiten für den Seitenaufbau für die Bewertung bei Google AdWords als Qualitätsmerkmal mit einbezogen, so der Google Entwickler Matt Cutts in einem Interview.

Natürlich widmet sich auch Google dem Kapitel zur Steigerung der Performance von Webseiten ausgiebig. Um die Ladezeit eigener Internetpräsenzen zu bestimmen, kann man unter Mozilla Firefox das Firefox/Firebug Add-on Page Speed installieren.

Babyklappen – Ethikrat empfiehlt Abbau

Freitag, 27. November 2009

In Deutschland gibt es knapp 80 Babyklappen. Laut Deutschem Ethikrat wurden sie seit ihrem 10-jährigem Bestehen in 500 Fällen nachgefragt. Rund 130 Krankenhäuser unterstützen zudem verzweifelte Mütter und bieten anonyme Geburten an. Die Neugeborenen oder ausgesetzten Kinder werden im Nachinein zur Adoption freigegeben.
Der Deutsche Ethikrat denkt, dass das Abgabeangebot ethisch wie rechtlich bedenklich sei. Die Abgabe der Babys in Babyklappen mindere nicht die Anzahl der insgesamt getöteten Kinder signifikant, zumal die eigentlich betroffenen, in Not geratenen, ratlosen Mütter mit den angebotenen Wärmebetten für Neugeborene erst gar nicht erreicht werden. Die anonyme Abgabe entpreche auch nicht den aktuellen Rechten dieser Kinder, die ein Anrecht auf das Wissen über ihre Herkunft und Abstammmung haben.

Kirche – und die Angst vor der Schweinepest

Sonntag, 15. November 2009

Die Angst vor der Schweinepest hat nun auch die Kirche erreicht. Um möglichst kontaktlos den kirchlichen Betrieb zu durcheilen, wird von bischhöflicher Seite geraten, das Weihwasser zu meiden oder beim Abendmahl auf die Variante Intinctio zurück zu greifen, wo das gemeinschaftliche Trinken aus dem Kelch dem ordinären Eintauchen der Oblate in den Kelch weichen muss.
Ebenso sei die Mundkommunion der Handkommunion vorzuziehen. Die orale Empfängnis der Abendmahloblate stelle eine weniger infektiöse Darreichungsform dar, als das Auflegen der Eucharistie in die hohle Hand. Die Kirche erklärt unison, katholische wie evangelische, dass diese Vorkehrungen der Annäherung ans Göttliche selbstverständlich keinen Abbruch tut.
Die Kirche geht noch einen Schritt weiter, und erlaubt den Gläubigen, dem Gottesdienst mit bischhöflichen Segen fernzubleiben, sollte sich der Verdacht erhärten, dass die Pest Besitz von ihnen genommen haben sollte.

Google Wave – Anleitung

Dienstag, 3. November 2009

Für die neue Kommunikationsplattform Google Wave ist jetzt ein erstes Handbuch erschienen. In insgesamt acht Kapiteln und zwei Anhängen wollen die Autoren Gina Trapani und Adam Pash einen kompletten Überblick über Wave geben. Angefangen mit der Beantwortung der grundlegenden Fragen, was Google Wave denn eigentlich genau ist und wie man loslegen kann, geht es in den folgenden Kapiteln beispielsweise um die Verwaltung und Organisation von Kontakten und Daten oder um das Hinzufügen von Rich Content wie Maps und Slideshows.

Feuerteufel – und kein Ende

Montag, 26. Oktober 2009

Die als Feuerteufel betitelte Alexandra R. ist wieder frei. Nach 5 monatiger U-Haft musste sie wieder frei gelassen werden, weil ihr nicht lückenlos nachgewiesen werden konnte, dass sie massgeblich am Anzündeln von Autos in Berlin verantwortlich zu machen ist. Ebenso wurde der Haftbefehl gegen Christoph T. fallen gelassen, weil auch ihm keine Tatbeteiligung an der Brandstiftung nachgewiesen werden konnte.
Damit beginnt die Berliner Polizei erneut bei Null zu ihren Recherchen brennender Autos. Soviel scheint klar: die Motivation der Täter soll einen politischen Hintergrund haben, und die Täter seien der Linken Szene in Berlin zuzurechnen. Folglich wird wahllos Hatz gemacht auf schwarzgkleidete, kaputztragende Passanten. Besser noch, wenn sie zudem den mittlerweile gefürchteten und berühmt, berüchtigten handlichen Grillanzünder mit sich trügen. Doch spontane Festnahmen Linker schreckt die Autoanzünder nicht vor weiteren Taten ab, sodass das Brandstiften von Autos vorerst kein Ende findet. Am Wochenende sind weitere Luxuskarossen von Mercedes, BMW, Porsche und Audi der Autobrandstiftung zum Opfer gefallen.

HRE – systemrelevant

Sonntag, 13. September 2009

Unter dem Vorwand, die Hypo Real Estate sei systemrelevant, werden weiterhin Milliarden von Steuergeldern in den Immobilienfinanzierer gestopft. Viele hunderter Gläubiger im In- und Ausland haben ihr Geld zu günstigen Zinsen ohne Prüfung und unbesichert der HRE geliehen. Seit der Lehman-Pleite sprang der Steuerzahler mit milliardenteuren Bürgschaften ein, damit die Gläubiger wieder ausbezahlt werden konnten. Bevor der Zugriff auf die Garantien verwehrt worden wäre, wurde aufgrund drohender Insolvenz die HRE schnell mal verstaatlicht.
Eine Erholung der HRE ist nicht in Sicht, weshalb der Steuerzahler auf unabsehbare Zeit mit weiteren Milliardenbeträgen aushelfen werden muss. In die Hände gespuckt und steigert das Bruttosozialprodukt! Damit sind Gläubiger wie die katholische Kirche, das Land Niedersachsen, bolivianische, amerikanische, japanische Banken, oder auch der Westdeutsche Rundfunk – die GEZ-Gebühren lassen grüssen – erstmal aus dem Gröbsten raus. Zürück bleibt der Steuerzahlen, der wohl den Karren aus dem Dreck ziehen werden muss. Kommt hinzu, dass mit der kommenden Hauptversammlung durch ein squeeze-out auch den restlichen Kleinaktionären die Einlagen genommen werden sollen. Sie werden doppelt zur Kasse gebeten: über den Verlust ihrer Werte und über nahende Steuererhöhungen, die kein Politiker noch vor der Bundestagswahl gerne in sein Wahlprogramm mit aufnehmen will.

Guatemala – Hungersnot

Samstag, 12. September 2009

Guatemala wird von einer Hungersnot heimgesucht. Betroffen sind in erster Linie die Ureinwohner des Landes. Die indigene Bevölkerung lebt zum grössten Teil auf dem Land, stellt 60 Prozent der Gesamtbevölkerung und macht 75 Prozent der Armen des Landes aus. Sie leben in erster Linie vom Anbau von Mais und Bohnen, dessen Ernte aufgrund der seit Wochen ausbleibende Regenfälle grösstenteils vernichtet ist. Betroffen von der Not sind laut Gesundheitsministerium 54000 Familien, wovon 462 Menschen schon gestorben sind. Dabei seien Lebensmittel ausreichend im Land vorhanden, allerdings kann sich die Hälfte der Bevölkerung diese nicht leisten. Kommt hinzu, dass der jetzige Präsident, Alvaro Colom, den Notstand wegen der Dürre ausrufen wollte, was ihm das Parlament aber versagte.

Flugzeugentführung – Blechbüchsen

Freitag, 11. September 2009

Eine Flugzeugentführung in Mexico endete mit der Sprengung von erdgefüllten Blechbüchsen. Nachdem der Flugzeugentführer festgenommen werden konnte, ging es an die Sprengung der Attrape, die Josmar, ein 44-jähriger Bolivianer, als seine Bombe titulierte, und das Flugzeug mit 104 Passagieren in die Luft sprengen sollte. Der Kidnapper folgte seiner Meinung nach einer göttlichen Eingebung, ernannte als seine Komplizen den Vater, den Sohn und den heiligen Geist, und wollte wegen des mysthischen Datums 9.9.2009, anders gelesen und verstanden als 666, auf ein drohendes Erdbeben hinweisen. Dafür wollte er mit dem mexikanischen Präsidenten, Felipe Calderon, sprechen. Der Pilot der Maschine lehnte den Deal allerdings ab, und Josmar, mit richtigen Namen Marc Flores Pereira, und seine Büchsen, konnten ohne grossen Aufwand von erdgebundenen Polizisten in Empfang genommen werden.