Archiv für Juni 2007

Paris Hilton – rein, raus, rein …

Samstag, 9. Juni 2007

…und vielleicht bald wieder raus aus dem Knast. Der Sheriff hilft, wenn es einem mal nicht so gut geht in den amerikanischen Knästen.

Da sie über Lichtverhältnisse, schlechtem Hotdog, fehlendem Kissen und vor allem psychischer Anspannung klagte, durfte sie wieder raus aus dem Knast. Die elektronische Fussfessel sollte sie in ihrer Villa aber um behalten, um etwaige Partiegänge zu orten, – allein Paparazzies hätten hierfür auch schon gesorgt, um jeden ihrer Schritte zu verfolgen.

In den USA, in dem schon die Hautfarbe, oder auch die Haarlänge, ausreicht, ins Gefängnis zu wandern, um dort, auch ohne Beweise für eine Tat, sterben zu müssen, ergeht nicht Gnade vor Recht, sondern Geld vor Recht. Kaum anders ist es zu erklären, dass ein Sheriff sich vor die Instanz Staatsanwalt mogelt, um Paris Hilton kurzerhand frei zu lassen. Die passende Domain prisonerparishilton.com steht für diese Story zur Zeit bei einem Angebot von 999.999,99 EUR. Allein aus dieser Sicht wäre es schon gut, wenn sie länger im Knast bliebe, dann würde diese Domain sicher weiter an Wert steigen.

Und sie bleibt es denn auch und wandert zurück ins Gefängnis, und sollte nach dem Machtwort des Richters dann doch ihre restlichen Tage in ‘gewohnter Umgebung’ absitzen.

Brennende Autos in Berlin

Donnerstag, 7. Juni 2007

Während es in Frankreich gang und gäbe ist, Fahrzeuge in Brand zu stecken, kommt es auch hierzulande langsam in Mode. Die Berliner Polizei verzeichnete bisher 59 brennende Fahrzeuge (Stand 07.06.07) in Berlin. Angeführt wird die Hitliste der geschädigten Autos von Mercedes Benz. Eine detaillierte Aufstellung findet sich unter brennende-autos.de, wo auch die Tatorte mit Hilfe von Google Maps lokalisiert werden.

Dass auch Deutschland liebstes Kind dererlei Anschlägen zum Opfer fällt, kann eine Form des Protestes sein, nur scheint nicht bekannt, wogegen sich dieser richten soll. Während der stellvertretende Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, Herr Bosbach, in der N24-Talkshow “Bärbel Schäfer – Talk ohne Show” vom 05.06.07, noch von einer Verbindung zu den G8-Gegnern spricht, warnt der Berliner Politiker Hans-Christian Ströbele (MdB Bündnis90/Die Grünen) davor, nicht alles gleich in einen Topf zu werfen und pauschal zu verurteilen. Zumindest waren sich beide einig, dass in der gesamten Bundesrepublik bisher etwa 200 Autos dem Brandmartyrium zum Opfer gefallen sind. Dabei könnte Herr Ströbele Recht haben, denn gehäuft brennen die Autos in Kreuzberg, dem zweitärmsten Stadtteil von Berlin, und das kann nicht im Sinne der Globalisierungsgegner sein, die bekanntlich eine Angleichung zwischen Arm und Reich suchen.

Die besser Betuchten in Kreuzberg können sich vor dem Verbrennen ihrer Limosinen wappnen, indem sie ihre Autos praktisch bis mit in die Wohnung nehmen können. Der kleine Mann darf weiterhin zittern, dass sein teuer erspartes Auto nicht vor der Haustür abgefackelt wird, denn für ein echtes Carloft reicht das Geld dann doch nicht.