Titanic-Magazin – Kirche heute

10. April 2010

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Klar, das Titanic-Magazin legt nach! Dass der aktuelle, und möglicherweise schon immer währende Kirchenskandal, Stoff für Mehr hergibt, ist nur eine Frage der Zeit, bis es jemand in einem anderen Licht darstellt – und auch eine Frage von Mut. Die neue Ausgabe der Titanic eckt mit ihrem möglicherweise anstößigen Artikel “Kirche heute” ordentlich an. Im Hintergrund des Titelblattes Jesus am Kreuz – Ich war eine Dose – im Vordergrund ein Bischof, dem Heiligsten zugewandt, dem Leser abgewandt. Die Perspektive, der Kopf des Klerikalen genau auf Augenhöhe zum Genitalbereich des Gekreuzigten, lässt erahnen, welche Phantasien beim Betrachter angeregt werden könnten. So sehen es denn auch eine ganze Reihe von Kirchenanhängern, dass die Darstellung den darauf abgebildeten Personen, ob lebendig oder schon tot, nicht würdevoll sei. Entsprechend hagelt es Kritik auf die Titanic-Redaktion. Der Titanic-Chefredakteur, Leo Fischer, versteht die Aufregung nicht, zumal hier lediglich ein vor dem Kreuz inbrünstig betender Bischof dargestellt ist. Was die Leser daraus machen, liegt ganz beim Betrachter, so der Chefredakteur. Mittlerweile werden Strafanzeigen auf diesen Artikel abgefeuert. Dabei sah sich die Kirche schon konkreteren Angriffen auf die Heiligkeit durch das Titanic-Magazin ausgesetzt. So im Fall einer Ausgabe mit dem Hinweis der Papst kommt schon wieder. Hier war der aktuelle, missionierende Papst dem Betrachter zugewandt und damit auch gut zu erkennen. Das Schaf übrigens auch, hinter dem sich der Papst befand. Gloria!

Abmahn-Anwalt – Selbstmord

1. März 2010

Der Abmahn-Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth starb mit 61 Jahren Ende Februar in München. Auch bekannt als der Abmahn-Ganove, legte er sich mit unzähligen Internetusern an. Er mahnte Raubkopierer ab oder verschickte lästige Massenabmahnungen. 2006 sagte er der linken Zeitung taz den Kampf an, die er wegen einer unerwünschten E-Mail zu 600 Euro verklagte. Die Zeitung bezahlte, er aber behauptete, das Geld nicht bekommen zu haben, und wollte mehr. Von Gravenreuth wollte die Webseite aufgrund Zahlungsunwillligkeit pfänden lassen und meistbietend versteigern. Der arme Kerl beging noch vor Antritt seiner Haftstrafe Selbstmord.

Glatteis – Rutschgefahr

6. Februar 2010

Hierzulande geht bekanntlich das Streusalz aus, und die Temperaturen sollen laut Wettervorhersage auch nicht milder werden. Da ist guter Rat teuer, um sicher über spiegelglatte Gehwege zu wandern, ohne dabei zu fallen oder zu stürzen. Die Sportgeschäfte kommen der gesteigerten Nachfrage an Spikes, die sich die Nichtsturzwilligen kaufen wollen, nicht nach. Glücklich, wer da noch Spikys ergattern konnte, mit denen man, flugs unter die Schuhe geschnallt, relativ standsicher die Bürgersteige überqueren kann. Andere, die noch auf Nachschub von Spikys in den Geschäften warten müssen, oder glauben, bessere und günstigere Varianten erdacht zu haben, umwickeln die Schuhe auch schonmal mit Gummiringen von Einweckgläsern, der Oma aus dem Keller geklaut. Günstig sollen aber auch einfache, ausgediente Socken seien, die, über die Schuhe gestreift, guten Halt auf eisglattem Untergrund geben sollen. Heisser Tipp aus heissen Tagen soll der Taucheranzug sein, der sonst lediglich in tropischen Gebieten zur Anwendung kommt. Das Neopren soll sich agressiv an glattem Eis verbeissen. Weitere Hilfsmittel könnten Krallen sein, die, unter die Schuhe geschnallt, so oder so garantiert in der Stadt ein Hingucker wird. Ob auch Eispickel den Krallen und Spikys auf rutschigem Boden unterstützen werden, scheint nur noch eine Frage der Zeit, sollten sich die vereisten Schneeverwehungen weiter auftürmen und bald nicht mehr umgangen weden können.

Verhaltensökonomik – Gewinn oder Verlust

5. Februar 2010

Verhaltensökonomik versucht dem Dilemma beim Aktionär, den jeweils günstigsten Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf an der Börse zu erwischen, auf die Spur zu kommen. Warum viele Anleger daran scheitern, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, wann sie kaufen oder wieder verkaufen sollten, will der Finanzpsychologe Joachim Goldberg von Cognitrend herausgefunden haben. Er meint, es läge in unserer Psyche, dass das menschliche Gehirn mit Verlusten anders umginge als mit Gewinnen. Verluste wollte man nicht wahrhaben, Gewinne dagegen sofort realisieren. Deshalb liesse man Verluste zu lange laufen und Gewinne nähme man zu früh mit.

ShelterBox – Überlebensbox

31. Januar 2010

Die Shelterbox, die Überlebensbox für die Menschen auf Haiti. Effiziente Hilfe.

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Mit freundlicher Genehmigung The ShelterBox Trust.

Streusalz – Diebstahl

30. Januar 2010

Der eher niedrige Kursstand der Aktie K&S, 40,82 Euro am letzten Freitag, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Streusalz in Deutschland knapp geworden ist. Während Kali und Salz in zusätzlichen Schichten der hohen Nachfrage an Streusalz gerecht zu werden versucht, wird andernorts wie in Rheine im Münsterland die ersten Diebstähle von Streusalz gemeldet. Dort wurde ein 58-Jähriger Mann von Polizisten beobachtet, wie er sich an einem städtischen Salzcontainer zu schaffen machte und mit einem gut gefüllten Eimer Salz das Weite suchen wollte. Die Polizei beliess es vorerst bei einem Rüffel. Sollte der Winter aber weiterhin so kalt bleiben, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Staatsbediensteten auch von der Schusswaffe Gebrauch machen werden.

Katholische Kirche – sexuelle Misshandlungen

30. Januar 2010

Wie dumm muss man sein, wenn jemand seine eigenen Kinder wieder in die Schule schickt, in der man selber missbraucht wurde?
Die Katholische Kirche hat mal wieder zugelangt und veröffentlich, turnusmässig, wie andere Firmen ihren alljährlichen Hauptjahresabschluss, die traurige Gewissheit, dass Schüler einer kirchlichen Einrichtung sexuell missbraucht wurden. Gras über die Sache ist noch nicht gewachsen, denn immer mehr ehemalige Schüler des Canisius-Kollegs in Berlin outen sich und geben zu, den damaligen Patres hörig gewesen zu sein. Dabei sollen ehemalig Geschädigte des Kollegs von einem Mordanschlag auf einen der beiden Peiniger gehört haben, so der Verfasser vom Spreeblick, der selber dort in diese Schule ging.
Nach jetzigem Stand seien 21 Schüler in den 70er und 80er Jahren betroffen, die von beiden mittlerweile erimitierten Patres genötigt wurden. Dass einige Missbrauchten im Nachhinein ihre eigenen Kinderr auf das Jesuitengymnasium schickten, ist in diesem Zusammenhang nicht nur ein Affront gegenüber den eigenen Kindern, sondern auch gegenüber den Missbrauchten, die wohlweislich dieser Schule fortan fernblieben. Juristisch dürften sich hier die ehemals Betroffenen, die ihre Kinder weiter auf diese Schule schickten, der Fahrlässigkeit, wenn nicht gar der Zuhälterei, strafbar machen, sollten aktuell sexuelle Übergriffe auf ihre eigenen Sprösslinge bekannt werden. Nach dem Glaubensbekenntnis Gott vergieb ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun, versuchte man wohl auf beiden Seiten, bei Opfern wie bei deren Vorgesetzten, diese Fehltritte zu vertuschen. Ganz zu schweigen von den beiden Patres, die bis heute nicht zur Rechenschaft gezogen wurden und weiter ihren Vorlieben nachgehen, – vielleicht in einer kirchlichen Einrichtung.

Herr Oettinger – English for Runaways

26. Januar 2010

Singles – Wanderungen

23. Januar 2010

Die Bemühungen, aus Singles Beziehungen zu formen, scheinen grenzenlos zu sein. Auf Partys, wo ein Fisch ein Fahrrad sucht, beim Shoppen, wo Singles spätestens an der Kasse ein paar Worte wechseln, oder beim Speeddating, wo innerhalb von ein paar Minuten alles Wichtige zur Person ausgetauscht werden sollte.
Nun sind Wanderungen für Singles angesagt. Die Wanderungen haben ein Motto, zum Beispiel Schlossbesichtigungen. Und da es in Berlin und Brandenburg nicht nur viele Singles sondern auch ein Haufen Schlösser gibt, wird dort hierzu eingeladen. So stapft dann eine wohlüberlegte Anzahl an Beziehungslosen durch den Schnee und nimmt die Schlösserschau zum Anlass, sich näher zu kommen. Selbstverständlich gilt auch hier, dass die Historie des Preussischen Schlosses weniger im Vordergrund steht, sondern die Bereitwilligkeit auf das Zusammenkommen oftmals vertrackter Persönlichkeiten und Charakteren. Sollte der ein oder andere Singles auf dieser Tour kein Feuer fangen, sind von dem Organisator aus Potsdam schon weitere Singleevents geplant.

Bundesregierung – Schutzgelder der Mafia

22. Januar 2010

Don Alfredo sagt Danke! Danke an die Deutsche Bundesregierung für den wunderschönen Stadtplan von der sizilianischen Hauptstadt Palermo, den sie mitfinanziert hat. Denn der Stadtplan von Palermo zeigt die Geschäfte, die noch nicht von der Mafia mit Schutzgeld erpresst werden. Der Stadtplan garantiert Shopping mit gutem Gewissen, weil bei diesen Läden keine Zahlungen von pizzo, Schutzgeld, an die Mafia durchgereicht wird.
Jetzt bekommt auch Don Alfredo endlich eine übersichtliche Aufstellung über die Klientel, bei der er gerne vorbeischauen oder nochmals vorstellig werden kann, mit der Bitte, doch endlich das geforderte Geld abzuliefern.