17. September 2007
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Nicht nur Teppiche werden von Kinderhand geknüpft, auch die Schokolade wird von Kindern gepflügt.
Von der Elfenbeinküste, dem weltweit größten Kakaoproduzenten, werden Kakaoprodukte auch zu uns importiert. In Deutschland gibt es 215 Schokoladenproduzenten, allen voran die Firma Ritter Sport oder die Krüger Gruppe, die laut Monitor mit Schokolade im Jahr 2006 einen Umsatz von 4,4 Milliarden Euro machten. Dazu beigetragen haben etwa 600.000 Kinder von der Elfenbeinküste, und weitere etwa 12.000 aus den Nachbarstaaten, die die Kakaobohnen unter unmenschlichen Bedingungen sammeln müssen.
Kinder werden dazu unter falschen Versprechungen von ihren Familien getrennt. Anstatt die angepriesene Ausbildung antreten zu dürfen, werden sie an Plantagenbesitzer von Kakaoanpflanzungen verkauft, um dort auf den Feldern zu schuften. Dass diese Kinder oftmals jahrelang auf diesen diesen Plantagen arbeiten, letzenendes ohne Ausbildung, und von Krankheiten gezeichnet, ihr weiteres Leben fristen, ist der Schokoladenindustrie durchaus bekannt. Nur vage versucht sie diesem “Problem” mit einem Budget von 30.000 Euro gegenzusteuern.
Von daher ist es zynisch, wenn ein bekannter Hersteller von Schokoladenartikeln sich genau diesen Sachverhalt auf seine Fahne schreibt: Kinder-Schokolade. Von Kindern, für Kinder.

Kategorie Politik | 0 Kommentare »